EPS vs. giropay — warum giropay Ende 2024 verschwand und was für AT-Spieler übrig bleibt

Inhaltsverzeichnis
- Warum ein Vergleich mit giropay 2026 trotzdem nötig ist
- Die kurze Geschichte von giropay
- Der EPS-giropay-Verbund von 2014 bis 2024
- Was die Einstellung konkret für EPS-Spieler ändert
- Nachfolger und Alternativen, die das giropay-Vakuum füllen
- Warum andere Casino-Guides immer noch falsch sind
- Was das alles am Ende für EPS bedeutet
Warum ein Vergleich mit giropay 2026 trotzdem nötig ist
Die meisten Casino-Vergleichsguides auf Deutsch tun so, als gäbe es giropay noch. Ich habe noch im Januar 2026 Texte gefunden, die EPS-giropay-Verbund als aktive Brücke nach Deutschland beschreiben. Beide Aussagen sind falsch — und das in einer Branche, in der Aktualität eigentlich die Mindestanforderung sein müsste.
Der Anlass für diesen Beitrag ist also kein nostalgischer Rückblick, sondern eine Korrektur. Wer 2026 in einem deutschen oder österreichischen Casino-Vergleich liest, giropay sei eine Option, hat eine veraltete Quelle vor sich. Das hat praktische Konsequenzen für Spieler, die nach Alternativen suchen — und für österreichische Spieler, die wissen wollen, wie sich das EPS-Umfeld nach dem Ausstieg des deutschen Schwestersystems verändert hat.
Die kurze Antwort: EPS ist heute strikt national, ohne aktive deutsche Spiegelung. Das ist seit Ende 2024 die neue Realität, und sie hat den österreichischen Markt deutlicher in eine eigenständige Position gerückt, als viele zugeben wollen.
Die kurze Geschichte von giropay
giropay wurde 2006 von der Deutschen Kreditwirtschaft als Antwort auf das österreichische EPS gestartet — als nationaler Online-Zahlungsstandard, getragen von den Sparkassen, Volksbanken und Genossenschaftsbanken. Die Idee war klar: Was EPS in Österreich kann, soll giropay in Deutschland leisten.

Über die folgenden Jahre wurde giropay mehrfach umgebaut. 2021 erfolgte die Fusion mit paydirekt, dem Versuch der deutschen Banken, einen PayPal-Konkurrenten zu etablieren. Das fusionierte System wurde unter dem Markennamen giropay weitergeführt. Trotz Bemühungen blieb die Marktreichweite hinter den Erwartungen zurück — vor allem im Vergleich zu PayPal, Apple Pay und der etablierten Kreditkarten-Akzeptanz.
Im Dezember 2024 stellte die Deutsche Kreditwirtschaft den Betrieb von giropay endgültig ein. Eine offizielle Begründung lautete, dass das System trotz mehrerer Anläufe keine nachhaltige Marktposition gegen die internationalen Anbieter aufbauen konnte. Die deutschen Banken konzentrieren sich seitdem auf Wero, das paneuropäische Wallet-Projekt der European Payments Initiative.
Für österreichische Spieler ist diese Geschichte deshalb relevant, weil sie zeigt, was passieren kann, wenn ein nationales Bankensystem versucht, gegen den internationalen Wettbewerb zu bestehen — und scheitert. EPS hat den entgegengesetzten Weg gewählt und blieb bewusst national-fokussiert. Das war rückblickend die richtige Entscheidung.
Der EPS-giropay-Verbund von 2014 bis 2024
Zwischen 2014 und 2024 existierte ein technischer Verbund zwischen den beiden Systemen. Spieler mit einem österreichischen Bankkonto konnten in deutschen Webshops giropay-Schaltflächen anklicken und über EPS-Infrastruktur bezahlen. Umgekehrt funktionierte das Gleiche für deutsche Spieler in österreichischen Shops.

Im Casino-Kontext hatte dieser Verbund eine spezifische Wirkung. Deutsche MGA-Casinos, die sowohl deutsche als auch österreichische Spieler bedienten, konnten eine einzige Schaltfläche namens EPS / giropay integrieren — beide Spielergruppen wurden über dieselbe technische Schnittstelle abgewickelt, mit landesspezifischer Weiterleitung. Das machte das Onboarding für Anbieter einfach und für Spieler unsichtbar.
Mit der giropay-Einstellung endet diese symbiotische Konstruktion. Für österreichische Spieler bedeutet die Einstellung von giropay zum Ende 2024 das endgültige Auseinanderfallen des EPS-giropay-Verbundes — EPS bleibt strikt national, und deutsche Spieler haben keine Möglichkeit mehr, über giropay in einem Casino zu zahlen, das EPS akzeptiert.
Das hatte einen praktischen Effekt, den viele übersehen haben: Casinos mussten ihre Zahlungsmaske umbauen. Wer im November 2024 noch eine kombinierte EPS-giropay-Schaltfläche sah, fand sie im Februar 2025 entweder als reine EPS-Schaltfläche oder als gar nichts mehr — manche Anbieter haben EPS in dieser Phase verloren, weil sie nicht rechtzeitig auf den neuen Stand umgestellt haben.
Was die Einstellung konkret für EPS-Spieler ändert
Die wichtigste Konsequenz: EPS verliert seine deutsche Spiegelung. Vor 2024 hatten Anbieter, die den DACH-Raum bedienen wollten, einen relativ schmerzfreien Weg, beide Märkte mit derselben Infrastruktur abzudecken. Seit 2025 ist das deutlich aufwendiger geworden — deutsche Spieler werden auf Klarna Sofortüberweisung umgeleitet, österreichische Spieler bleiben bei EPS, und beide Pfade müssen separat gepflegt werden.

Aus Spielersicht ändert sich an der reinen Funktionsweise von EPS nichts. Die Echtzeit-Bestätigung, die Echtzeit-Gutschrift, die Bank-Authentifizierung — alles bleibt identisch. Was sich verändert hat, ist das ökonomische Umfeld: EPS ist heute eine rein österreichische Methode, die im paneuropäischen Casino-Markt eine Nischenrolle spielt.
Diese Nischenrolle ist nicht schlecht. Sie macht EPS für österreichische Spieler verlässlicher, weil das System nicht durch Cross-Border-Komplexität verzerrt wird. Aber sie limitiert die Auswahl: Casinos, die nicht ausdrücklich Österreich als Zielmarkt führen, bieten EPS heute seltener an als noch vor fünf Jahren.
Nachfolger und Alternativen, die das giropay-Vakuum füllen
Wer in Deutschland früher giropay nutzte, hat seit 2025 mehrere Alternativen. Klarna Sofortüberweisung übernimmt einen großen Teil des Marktes. PayPal bleibt der dominierende Anbieter im allgemeinen Online-Zahlungsverkehr, im Glücksspielbereich allerdings durch die eigenen AGB stark eingeschränkt — PayPal-Glücksspielzahlungen sind in den meisten Märkten nicht erlaubt.

Wero, die paneuropäische Wallet der European Payments Initiative, ist die langfristige strategische Antwort der europäischen Banken auf PayPal und Apple Pay. Wero rollt seit 2024 schrittweise aus und soll mittelfristig die Funktionen von giropay übernehmen und erweitern. Für Glücksspielanwendungen ist Wero derzeit nicht gebaut, aber das kann sich ändern.
Für österreichische Spieler bleibt die wichtigste Erkenntnis: EPS ist nach wie vor die einzige nationale Bankenmethode mit voller Casino-Akzeptanz. Klarna Sofortüberweisung, Bankomatkarte und Kreditkarte sind die Alternativen, die je nach Casino zur Verfügung stehen. Wer den präzisen Direktvergleich zwischen EPS und Klarnas Produktfamilien sucht, findet dort die ausführliche Gegenüberstellung der einzelnen Klarna-Linien.
Warum andere Casino-Guides immer noch falsch sind
Die hartnäckige Falschangabe in deutschen und österreichischen Vergleichsguides hat zwei Ursachen. Erstens: Affiliate-Inhalte werden oft maschinell aktualisiert, ohne dass jemand inhaltlich prüft, ob ein System überhaupt noch existiert. Zweitens: SEO-Texte werden Jahr für Jahr umetikettiert, indem man 2024 durch 2025 ersetzt, ohne den substantiellen Inhalt zu überarbeiten.

Das Ergebnis sind Beiträge, die behaupten, giropay sei schnell, kostenlos und in allen deutschen und österreichischen Online-Casinos verfügbar — was vor der Einstellung näherungsweise gestimmt hat und heute schlicht falsch ist. Spieler, die solche Quellen lesen, sind frustriert, wenn sie im Casino keine giropay-Schaltfläche finden, und denken, das Casino sei das Problem.
Wer als Spieler aktuelle und richtige Informationen sucht, sollte deshalb Quellen prüfen: Datum des letzten Updates, Erwähnung der konkreten Branchenereignisse 2024 und 2025, Transparenz über die Trägerwechsel. Wer in einem Beitrag über giropay liest und das Wort Einstellung nicht vorkommt, kann den Rest praktisch ignorieren.
Was das alles am Ende für EPS bedeutet
Die Einstellung von giropay hat EPS in eine paradoxe Lage gebracht: einerseits weniger sichtbar im paneuropäischen Markt, andererseits stärker als nationaler Standard verankert. Für österreichische Spieler ist das eine gute Nachricht — die Methode bleibt funktional, sicher und gratis, und sie ist jetzt klarer als nationale Lösung positioniert.
Wer mit einem österreichischen Bankkonto im Casino zahlt, hat 2026 mit EPS dasselbe Werkzeug wie 2024 — nur ohne die deutsche Spiegelseite, die ohnehin selten genutzt wurde. Die Methode bleibt, was sie immer war: eine STUZZA-getragene, von österreichischen Banken kontrollierte, gebührenfreie Push-Methode mit Echtzeit-Bestätigung.
Kann ich heute noch giropay in einem Casino nutzen?
Nein. giropay wurde Ende 2024 von der Deutschen Kreditwirtschaft eingestellt. Casinos, die noch giropay-Schaltflächen anzeigen, haben ihre Zahlungsmaske nicht aktualisiert — die Schaltflächen funktionieren technisch nicht mehr. Wer auf solche Inhalte trifft, sollte die Aktualität der Quelle infrage stellen, weil giropay seit über einem Jahr nicht mehr existiert.
Welche Casino-Zahlungsmethode hat den giropay-Platz in Österreich übernommen?
Für österreichische Spieler hat sich praktisch nichts geändert, weil EPS schon vor dem giropay-Ende die dominante nationale Methode war. Was sich verändert hat: Casinos, die früher eine kombinierte EPS-giropay-Schaltfläche zeigten, führen jetzt eine reine EPS-Schaltfläche, und deutsche Spieler werden auf Klarna Sofortüberweisung umgeleitet. Die EPS-Infrastruktur selbst ist unverändert.
Erstellt von der Redaktion von „Casino eps”.
